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Weltreise 2028 – 12 Länder, 12 Residenzen

Eine künstlerische Forschungsreise zu Perspektivwechsel, Collage, Austausch und gesellschaftlicher Beobachtung

8 - Collage for Picnic Player by Dima Dobrovolskij

Das Projekt

Im Zentrum steht die Frage, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn man gewohnte Räume verlässt und sich anderen sozialen, kulturellen und visuellen Wirklichkeiten aussetzt. Die Reise soll neue Arbeitsweisen öffnen, internationale Verbindungen schaffen und Material für zukünftige Werkserien, Texte, Videoarbeiten und Ausstellungen hervorbringen.
Die Weltreise versteht sich dabei als künstlerische Feldforschung. Sie verbindet Produktion, Beobachtung, Dialog und Bewegung. Jeder Ort soll nicht nur Kulisse sein, sondern aktiver Teil eines Prozesses, in dem neue Bildsprachen, Fragestellungen und Formen der Zusammenarbeit entstehen.

Warum diese Reise

Ein zentraler Ausgangspunkt meiner Arbeit ist der Perspektivwechsel. Ich verstehe ihn nicht als bloße Veränderung des Blickwinkels, sondern als notwendige Methode, um starre Denkmuster, kulturelle Routinen und gesellschaftliche Zuschreibungen aufzubrechen. In einer Zeit zunehmender Verhärtung, Polarisierung und Vereinfachung ist die bewusste Konfrontation mit anderen Wirklichkeiten für mich eine künstlerische und politische Notwendigkeit. Die Reise soll Räume öffnen, in denen neue Formen des Sehens, Denkens und Arbeitens möglich werden. Sie ist der Versuch, Distanz zum Vertrauten herzustellen, um genauer zu verstehen, was Bilder, Gesellschaften und Menschen verbindet, trennt und transformiert.
7 - Collage for Picnic Player by Dima Dobrovolskij

Ziele der Reise

Die geplante Weltreise verfolgt mehrere miteinander verbundene Ziele. Dazu gehören das Erlernen neuer künstlerischer Techniken und Verfahren, die Entwicklung neuer Werkgruppen, die Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Künstler:innen sowie die Vertiefung meiner Recherche zu gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Fragestellungen. Darüber hinaus soll die Reise dazu dienen, internationale Netzwerke aufzubauen, Rückmeldungen auf meine Arbeit in unterschiedlichen Kontexten zu erhalten und Material für zukünftige Ausstellungen, Publikationen und mediale Formate zu sammeln. Sie ist zugleich Bildungsreise, Produktionszeit, Arbeitsaufenthalt und öffentlicher Denkraum.

Thematische Schwerpunkte

Die Reise steht im Zusammenhang mit Themen, die meine künstlerische Praxis bereits jetzt prägen und unterwegs weitergeführt werden sollen. Dazu gehören:
  • Perspektivwechsel als künstlerische Methode
  • Collage als Denkform und als Mittel gesellschaftlicher Analyse
  • Patriarchale Strukturen und Formen der Unterdrückung
  • Sprache, Fragment, Migration und kulturelle Mehrdeutigkeit
  • Urbane Bildwelten und öffentliche visuelle Kommunikation

Geplante Stationen

Die Route befindet sich in Entwicklung und wird fortlaufend konkretisiert. Geplant sind Residenzen und Arbeitsaufenthalte in unterschiedlichen Regionen Europas, Nord- und Südamerikas, Asiens und weiteren kulturell relevanten Kontexten. Jeder Ort wird dabei nicht nur nach logistischen, sondern vor allem nach inhaltlichen und künstlerischen Gesichtspunkten ausgewählt. Im Fokus stehen Orte, an denen neue künstlerische Impulse, kulturelle Reibung, gesellschaftliche Beobachtung und produktive Zusammenarbeit möglich werden. Die Reise ist bewusst offen genug angelegt, um auf neue Einladungen, Entwicklungen und relevante Chancen reagieren zu können.

Was unterwegs entstehen soll

Während der Reise sollen neue Arbeiten in verschiedenen Formaten entstehen: analoge und digitale Collagen, Zeichnungen, Texte, Videoarbeiten, fotografische Fragmente, dokumentarische Formate und fortlaufende Notate. Geplant ist außerdem, Teile des Prozesses öffentlich zu dokumentieren und in soziale, mediale und ausstellerische Kontexte zu überführen. So soll die Reise nicht nur eine Bewegung durch Länder sein, sondern eine Bewegung durch Material, Form und Erkenntnis. Sie wird als Arbeitsarchiv gedacht, aus dem sich zukünftige Werkserien, Ausstellungen und Publikationen entwickeln können.

Aktueller Stand

Das Projekt befindet sich derzeit in Vorbereitung. Dazu gehören Recherchen zu geeigneten Residenzen, erste Beratungen, die Entwicklung einer sinnvollen Route, die Prüfung von Fördermöglichkeiten und der Aufbau inhaltlicher Kooperationen. Die Seite wird im weiteren Verlauf ergänzt und dokumentiert den Weg von der Planung bis zur Umsetzung Ich freue mich über Hinweise auf passende Residenzen, institutionelle Kontakte, Kooperationsmöglichkeiten und Austausch mit Menschen, die dieses Projekt inhaltlich begleiten möchten. Die Weltreise 2028 ist als offenes, vernetzbares Vorhaben gedacht und kann sich durch Begegnungen, Gespräche und Zusammenarbeit weiterentwickeln.